adnymics. Die Entrepreneure der Herzen. (Also meines auf jeden Fall.)

„Start-up-Gründung, Texte, hm?“ Wenn ich mich recht entsinne, dürfte es eineinhalb Jahre her sein, seit mir Dominik Romer sinngemäß so gemailt hatte.

Nun muss man wissen, dass Anschreiben, die in gefährlicher Nähe zum Betreff schon das Wort „Start-up“ enthalten, beim besorgten Kreativen normalerweise nicht gerade hohe, spitze Jubelschreie auslösen. Böse Zungen behaupten sogar, dass das Wort im Freelancer-Deutschland des 21. Jahrhunderts eher als Chiffre für „unstrukturiert“, „unerfahren“, „trouble“, „high risk, low fun“ gelesen wird, denn als Angebot für eine langjährige, prosperierende Geschäftsverbindung. Maximale Gefühlsregung: Oha. Es entreprenört mal wieder einer.

Dass ich trotzdem in hohe, spitze Jubelschreie ausgebrochen bin, liegt erstens an meinem Vertrauen in die Person Dominik Romer: superclever, unerschrocken, superguapo, authentisch, charismatisch, ümma korrekt. Zweitens kannte ich ihn bereits aus einer g’schmeidigen Zusammenarbeit in einem früheren Projekt. Meine geschätzte Social Media Frau Sandra Staub hatte uns damals vorgestellt. Und schon da war ich beeindruckt von der professionellen Smartness, mit der Dominik unser Projekt abgewickelt hatte. Aber vor allem lag’s, zum Dritten, an meiner Begeisterungsfähigkeit für innovative Ideen. Und wenn ich als Texterin das Wort innovativ schon mal freiwillig in den Mund nehme, dann will das echt was heißen.

Die Story: Ich bin ehrlich gesagt ein wenig aufgeregt von dem, was sich da draußen gerade abspielt. Dominik hatte nämlich eine schlaue Idee. Jeder, der sich nur ein Fitzelchen für Onlinemarketing interessiert, kennt den Begriff „Retargeting“. Wir Onlineshop-Junkies hingegen kennen Retargeting aus unserem Leben im und vor dem Internet. Dooooch, Ihr kennt das Phänomen! Wenn uns z. B. die sexy schwarzen Overknees, vor denen wir sehnsüchtig, aber etwas erschrocken, im www.superhappy-shoeshop.com meditiert hatten, noch drei Tage später von jeder Webseite inklusive facebook Kusshändchen zuwerfen, weil sie – zusätzlich zu den schon bestellten giftgrünen Converse-Sneakers und den gepunkteten Ballerinas – auch noch in unserem Warenkorb  landen möchten. Retargeting: virtuelle Internetwerbung, seitenübergreifend, kanalübergreifend, reinrassig online-online.

Reinrassig online-online? Sie traf Dominik vermutlich beim Gang zum Altpapiercontainer, diese Idee, von der  schon „nach fünf Jahren keiner mehr wissen wird, wie’s eigentlich in der Zeit davor war und warum verdammt noch mal so lange niemand draufgekommen ist, obwohl’s doch auf der Hand lag.“ Schwer irritiert von der Flut der Paketbeileger, die seinen persönlichen Geschmack jedes Mal auf Neue todsicher um Lichtjahre verfehlten, hatte er sich gefragt, warum man das Prinzip Retargeting nicht einfach in Papier übersetzen könne. Damit sich Online-Käufer endlich auch in der Printwerbung wiedererkennen könnten und damit Unternehmer zielgruppengenau und ohne gießkannenstrahlbreite Streuverluste werben könnten: hybrid online-Print also.

Sieht in der Praxis so aus, dass adnymics genau dieselben Datensätze und Algorithmen anzapft, die dem Online-Retargeting zugrunde liegen. adnymics-Kunden betreiben zum Beispiel Online-Shops oder bieten Distributorendienstleistungen an: Im allerletzten Moment, bevor unser Päckchen an der Verpackungsstraße zugeklebt wird, flattert aus dem adnymics-Drucker ein Paketbeileger mit den sexy schwarzen Overknees auf die giftgrünen Converse-Sneakers und die gepunkteten Ballerinas. Begeisterungsfähig einfach, begeisterungsfähig alltagstauglich.

Wie gesagt: Eineinhalb Jahre ist es her, dass ich die erste Webseite für die Jungs und Mädels von adnymics getextet hatte. Wir rangen damals um die Begriffe und um die Corporate Language. Wir feilten am Wording einer vollkommen neuen Marketing-Idee und waren schon damals davon überzeugt, dass adnymics-Technologie die Welt des Onlineversands verbessern und sehr bald Standards an so ziemlich jeder Verpackungsstraße dieser Welt setzen würde. Und genau so kommt es jetzt.

Eineinhalb Jahre. Seither beobachte ich die jungen Wilden einen Preis nach dem anderen einstreichen. Die ganze Trophäenliste wird mir zu lang, aber drei möchte ich schnell nennen: 1) Gewinner Start-up Award des E-Commerce-Fachblättchens Internethandel. 2) 2. Platz IT-Innovation Summit 2015. Und jetzt gerade frisch: Gewinner des Hewlett Packard-Awards als innovativstes (sag ich doch!) Unternehmen des Jahres. Kunden sind zum Beispiel tausendkind, Kare und docdata.

 

Prolog! Ich freue mich sehr für Dominks agiles Münchner Team. Hier haben genau die Richtigen Erfolg, vermutlich gerade weil Limits und Konventionen sie nicht jucken. Unkonventionalität und out-of-the-box-Denken kann man vielleicht gar nicht lernen. Und Mut sowieso nicht.

Dominik, Florian, Doc Markus, Daniel und Cathrin: Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg, übrigens auch bei Eurer entzückenden Suche nach der Office-Oma/Office-Opa m/w. Wundervoll, dass Ihr mir auch im Sunset meiner Schaffenskraft noch eine Kooperationsperspektive bieten wollt. So, muss jetzt gehen. Kochen und backen lernen.

adnymics Office Oma:Opa (m:w)

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(Photocredits: CC BY 2.0, thank you, Sarah Reid!)

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