Prof. Dr. Dr. S. Hantel im Asta-Kneipen-Institut. Und ich ganz vorn dabei.

Hatte von Freitag auf Samstag als Probandin an einer Studie des Asta-Kneipen-Instituts teilgenommen. Die Leitung des Experiments lag in den Händen des bekannten Balkanologen und Elektrologen Prof. Dr. Dr. S. Hantel: Hantels Research-Team hatte sich die Frage gestellt, wie lange ein menschlicher Organismus mit anderen Organismen auf geringstmöglichem Raum zusammengepfercht unter Ausschluss von Sauerstoff überleben könne.

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(Das Forscherteam um Prof. Dr. Dr. S. Hantel. Photocredit Admiralspalast Berlin)

Während des Experiments mussten sich die Probanden über mehrere Stunden bei einer konstant gehaltenen Herzfrequenz von mindestens 180 sowie unter Einfluss von ebenfalls konstant gehaltenen – bzw. überschrittenen – 180 Dezibel rhythmisch bewegen. Die Rahmenbedingungen des Experiments konnten mit etwa 600 Menschen auf 80 qm erfreulich authentisch hergestellt werden. Der Sauerstoffausschluss wurde einerseits durch den stetigen, maximalen Sauerstoffverbrauch der Probanden selbst, andererseits durch den gezielt vermiedenen Zustrom frischen Sauerstoffs über Gebäudeöffnungen (z.B. offene Fenster, siehe hierzu frühere Studien von S. Silbernagel et alii) erfolgreich simuliert.

Erste, repräsentative Ergebnisse standen bereits am frühen Samstagmorgen fest: Sauerstoffausschluss hat bis zu einem gewissen Grad bewusstseinserweiternde Wirkung auf den menschlichen Organismus. Dies umso mehr, wenn gleichzeitig dehydrierende Flüssigkeiten wie z.B. Genussgetänke mit Alkoholbestandteilen gegeben werden. Besonders starke Effekte wiesen die Forscher bei denjenigen Probanden nach, die zeitgleich solche Flüssigkeiten mieden, die den Osmosehaushalt auszugleichen imstande gewesen wären (hier v.a. stilles Mineralwasser, Kracherl, Rhabarberschorle etc., siehe vorangegangene Studien von M. Mouqqadim 1990–2011).

53,7 % der Probanden und Probandinnen mussten das Experiment frühzeitig (etwa zur Halbzeit der festgelegten Dauer) abbrechen. Etwa 37,4 % der Teilnehmer aus der Gruppe, die bis zum Ende des Experiments durchgehalten hatte, klagten am nächsten Tag über starke Cerebralschmerzen. 21,9 % berichteten von Problemen mit der Retroperestaltik, über Dehydrierungssymptome, weiters über Symptome, die starkem Schlafentzug bzw. einem Jetlag ähnelten. Nach Kompensation des Belastungsexperiments mit mindestens 15 Stunden Schlaf waren 83,7 % der Organismen jedoch wieder zu 69,75 % leistungsfähig.

Fazit: Optimal hinsichtlich der langen Rekonvaleszenzdauer war die Terminierung des Experiments von Freitag auf Samstag. Der Kreislauf sämtlicher Probanden war am späten Sonntagabend insofern wiederhergestellt, dass keine ausgeweiteten Krankheitsverläufe anhängig waren. Mit nur 9 € zulasten der Probanden war die Teilnahme an dem Belastungsexperiment überdies vergleichsweise günstig, wenn man bedenkt, dass die Teilnahme an vergleichbaren Experimenten – etwa des Muffathallen-Instituts oder des Zenith- oder Olympiahallen-Instituts (sämtlich München) – bedeutend kostenintensiver ausfiel.
Kompliment also an alle Beteiligten für die erfolgreiche Datenerhebung. Sofort wiederholen und anschließend für die Excellence-Tests bereit machen!

 

(Thänx for your attention: Diesen Artikel hatte ich im Mai 2011 erstmals auf facebook veröffentlicht.)

 

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(Photocredits: Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0), thank you Arentas!)

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